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02 Apr 2019

5 Anlagetipps für das 2. Quartal

Die Märkte haben sich von dem Ausverkauf Ende letzten Jahres erholt, was aber nicht heißt, dass es keine Fallstricke mehr gibt. Was also wird die Märkte in den kommenden Monaten bewegen? Antworten darauf liefert das Cross Asset Research-Team von Lyxor.


Überblick

Ob der Frühling für die Weltwirtschaft so richtig kommt, ist noch mit Fragezeichen behaftet: Einige Konjunkturindikatoren haben sich zwar verbessert und deuten damit darauf hin, dass die Talsohle bereits durchschritten ist. Andere dagegen geben weniger Anlass zu Optimismus. Während die US-Wirtschaft weiter über dem Trend wächst, kann davon in China, der Eurozone und Großbritannien kaum die Rede sein. Mit einer stärker auf Konjunkturförderung ausgerichteten Fiskalpolitik und vorerst ausgesetzten Zinserhöhungen zeichnete sich jedoch zuletzt auch dort eine Belebung ab.

So stand der durch die Handelskonflikte belasteten Industrie dank der stabilen Binnennachfrage eine durchaus erfreuliche Entwicklung in den Dienstleistungssektoren gegenüber. Auch wenn immer noch Unternehmensergebnisse nach unten korrigiert werden, dürften die Unternehmensgewinne an den meisten Märkten mit der Trendwende wieder ordentlich zulegen, mit Wachstumsraten im einstelligen Bereich. Der Waffenstillstand im Handelskonflikt scheint vorerst zu halten. So unkalkulierbar wie heute war die internationale Politik jedoch noch nie.

Wir erwarten, dass die Märkte keine klare Richtung finden, bis sich die zukünftige Entwicklung besser abschätzen lässt – sei sie nun positiv oder negativ. Am wahrscheinlichsten ist in unseren Augen aber immer noch eine moderate Erholung.


Die wichtigsten Positivfaktoren:

  • Größere Prognosesicherheit: Mit den Fortschritten bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China und der gesunkenen Wahrscheinlichkeit eines harten Brexit hat die Unsicherheit abgenommen. 
  • Konjunkturimpulse in China: Ein Aufwärtstrend beim Kreditwachstum deutet darauf hin, dass die neuen politischen Maßnahmen auf die Realwirtschaft durchschlagen. Die zusätzlichen Impulse vom März sollten der Konjunktur weiter Auftrieb geben. Wir haben unsere BIP-Prognosen nach oben korrigiert. 
  • Gelockerte Geldpolitik: Die Zentralbanken üben sich allgemein in Zurückhaltung und scheinen entschlossen zu sein, die Zinszügel nicht zu schnell und nicht zu früh zu straffen. Auch in der Fiskalpolitik setzt man in den wichtigsten Weltregionen (USA, China, Europa) verstärkt auf Wachstumsförderung.

Die wichtigsten Risiken:

  • Neue Eskalation im Handelskonflikt: Die USA könnten neue Zölle androhen, um ihre Handelspartner zu Zugeständnissen zu bewegen. Europäische und japanische Autobauer befinden sich in Alarmbereitschaft.
  • Zusätzliche politische Störfaktoren: Vor dem Hintergrund des anhaltenden Brexit-Hickhacks und wachsenden Zulaufs für das populistische Lager im Vorfeld der Europawahlen im Mai ist mit einer weiterhin unsicheren Lage in Europa zu rechnen.
  • Rezession: Unserer Einschätzung nach ist das Risiko zwar durchaus existent, zumindest für 2019 jedoch sehr gering.  

Exkurs: Inflation

Die Ölpreise pendeln sich nach ihrem jüngsten Anstieg wieder ein, und das Lohnwachstum scheint sich in Grenzen zu halten. Dies dürfte die weltweite Inflation im Zaum halten. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent dürfte über weite Strecken des Jahres bei rund 70 US$ je Barrel liegen – vielleicht ist jetzt also der richtige Zeitpunkt, um Gewinne mitzunehmen.


5 Empfehlungen für das 2. Quartal

1. Auf internationale Aktien setzen

Die Trendwende beim Wirtschaftswachstum hat uns veranlasst, unser Aktienexposure zu erhöhen. Der Abwärtstrend bei den Korrekturen der Gewinnprognosen hat sich abgeschwächt, und wir erwarten in diesem Jahr für die wichtigsten Regionen weiterhin positive Wachstumszahlen beim Gewinn je Aktie (EPS). An den Märkten in den USA und der Eurozone dürften die Renditen unserer Einschätzung nach in den nächsten zwölf Monaten im hohen einstelligen Bereich, in Großbritannien leicht darunter liegen. Für Japan rechnen wir mit Werten im niedrigen einstelligen Bereich. Die Bewertungen machen einen angemessenen Eindruck und haben noch Spielraum für Kursgewinne, wenn sich der Nebel über den Unsicherheitsfaktoren lichtet.


2. Positionen in Aktien aus der Eurozone aufstocken 

Ungeachtet der negativen Schlagzeilen und des weit verbreiteten Misstrauens sind wir der Ansicht, dass die Eurozone Anlegern mehr Aufwärtspotenzial bietet als jeder andere Aktienmarkt. Dank verstärkter konjunkturpolitischer Impulse überrascht die Wirtschaft positiv, der Euro ist günstiger bewertet als bisher, und die Bewertungen sind attraktiver als anderswo.

3. Engagement an Schwellenmärkten ausbauen

Entspannung im Handelskonflikt, ein fast synchrones Abrücken der Zentralbanken von Zinserhöhungen und ein schwacher Dollar waren bislang die bestimmenden Faktoren für Wertentwicklung und Kapitalbewegungen. Bis auf Weiteres wird dies aus unserer Sicht auch so bleiben. Die Öffnung des chinesischen Marktes für A-Aktien von Unternehmen in Festlandschina und solide Wachstumstreiber sollten den Schwellenländer-Aktien weiter Auftrieb geben. Mit einer lokalen Schwerpunktsetzung lässt sich das Potenzial dieses Segments jedoch vielleicht am besten ausschöpfen. Das EPS-Wachstum von rund 7% lässt weitere Kurszuwächse bei den Aktien aus Schwellenländern erwarten, die nach wie vor günstiger bewertet sind als ihre Pendants aus den Industrieländern. 


4. Schwellenländeranleihen attraktiv

Die Anleihemärkte dürften weiter vom geldpolitischen Kurs der meisten Schwellenländer-Notenbanken profitieren. Solange in den USA nicht mit schnellen Zinserhöhungen zu rechnen ist, dürften günstigere Finanzierungskonditionen im Ausland den Ländern mit einer schwachen Landeswährung in Relation zum Dollar oder einer hohen Auslandsverschuldung etwas Luft verschaffen. Nachlassender Inflationsdruck eröffnet auch Spielräume für Zinssenkungen. Lokal- und Hartwährungsanleihen dürften dadurch vorerst Auftrieb erhalten.

5. Unternehmensanleihen gegenüber Staatsanleihen favorisieren 

Bei Staatsanleihen aus Kernregionen wie den USA, der Eurozone und Großbritannien behalten wir unsere Untergewichtung bei. Wer sie halten muss, sollte ausschließlich kürzere Durationen im Portfolio haben. Die Perspektiven für Unternehmens- und insbesondere für Hochzinsanleihen sehen wir nach wie vor optimistisch. Letztere dürften von attraktiven risikobereinigten Renditen, der expansiven Geldpolitik und niedrigen Ausfallquoten profitieren. 


Risikohinweise

Als Investor sollten Sie die Risiken berücksichtigen, denen Sie mit einer Anlage in ETFs ausgesetzt sind. Eine Beschreibung dieser Risiken finden Sie hier, im Verkaufsprospekt oder auf www.lyxoretf.de.

Kapitalrisiko: Da ETFs einen Index abbilden, ähnelt auch ihr Risiko einer direkten Anlage im zugrundeliegenden Index. Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Index erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück.

Abbildungs- oder Replikationsrisiko: Es ist möglich, dass ein ETF seine Anlageziele aufgrund unerwarteter Ereignisse an den zugrunde liegenden Märkten nicht erreicht, sofern diese Ereignisse eine Indexberechnung und effiziente Abbildung beeinträchtigen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken: Der einem ETF zugrunde liegende Index kann komplex sein und starken Wertschwankungen aufweisen (Volatilität). Bei einer Anlage in Rohstoffen steht der zugrunde liegende Index möglicherweise in Beziehung zu Rohstoff-Futures-Kontrakten, durch die Anleger einem Liquiditäts- und Kostenrisiko (etwa Lager-, Fracht- und Transportkosten) ausgesetzt sein könnten. ETFs, die ein Engagement in Schwellenländern (Emerging Markets) verkörpern, beinhalten deren vielfältige und typische Risiken, wie etwa politische Risiken, und können daher größere Verlustrisiken aufweisen als Anlagen in Industrieländern (Developed Markets).

Wechselkursrisiko: ETFs unterliegen immer dann einem Wechselkursrisiko, wenn der ETF auf eine andere Währung lautet als die des zugrunde liegenden abgebildeten Index. Die Schwankungen des Wechselkurses der Währungen können die Rendite der Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Liquiditätsrisiko: Die Société Générale und weitere zugelassene Market Maker stellen an den Börsen Geld-Brief-Kurse, um einen liquiden Handel von Lyxor ETFs zu gewährleisten. Die Liquidität eines ETFs kann in Folge einer Marktstörung, die Bestandteile des zugrunde liegenden Index betrifft, beeinträchtigt werden. Ferner können Marktunterbrechungen an den Börsen der ETF-Notierung oder Systemausfälle in den Handelssystemen der Société Générale oder der Market Maker oder andere außergewöhnliche Handelssituationen und -ereignisse die Liquidität einschränken.

DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIESSLICH AN PROFESSIONELLE INVESTOREN

Dieser Artikel ist für die ausschließliche Verwendung durch Anleger bestimmt, die auf eigene Rechnung handeln und gemäß der Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente entweder als „geeignete Gegenparteien“ oder als „professionelle Kunden“ eingestuft sind. Es ist nicht für Privatanleger bestimmt. In der Schweiz ist es ausschließlich für qualifizierte Anleger bestimmt.

Kunden sollten prüfen, ob jegliche in diesem Research-Dokument enthaltene Beratung oder Empfehlung zu ihren persönlichen Umständen passt, und ggf. professionelle Beratung, einschließlich steuerliche Beratung, in Anspruch nehmen. Unsere Verkaufsmitarbeiter, Händler und andere Fachleute geben gegenüber unseren Kunden und eigenen Handelsabteilungen möglicherweise mündliche oder schriftliche Marktkommentare ab, die den Meinungen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen, zuwiderlaufen. Unser Bereich Vermögensverwaltung, die eigenen Handelsabteilungen und investierende Unternehmen treffen möglicherweise Anlageentscheidungen, die im Widerspruch zu den Empfehlungen oder Meinungen stehen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen.Das Material spiegelt die Ansichten und Meinungen der jeweiligen Autoren zum jeweiligen Zeitpunkt wider und stellt in keiner Weise eine offizielle Stellungnahme oder Beratung durch die Autoren bzw. durch Lyxor International Asset Management dar. Daher können Lyxor International Asset Management, seine Führungskräfte oder Angestellten keine Verantwortung übernehmen. Dieses Research-Dokument stellt weder ein Verkaufsangebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots für jegliche Wertpapiere in Rechtsgebieten dar, in denen solche Angebote oder Aufforderungen gegen das Gesetz verstoßen würden. Es stellt keine persönliche Empfehlung dar und berücksichtigt nicht die individuellen Anlageziele, die finanzielle Situation und die Anforderungen einzelner Kunden.

Zulassungen: Lyxor International Asset Management (Lyxor AM) ist eine französische Anlageverwaltungsgesellschaft, die von der Autorité des Marchés Financiers zugelassen ist und den Bestimmungen der EU-Richtlinien für OGAW (2009/65/EG) und AIFM (2011/61/EU) unterliegt.

Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen von Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder ihren Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen ab, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren.​

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