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12 Apr 2019

Aktive Fonds:
Eine Branche voller One-Hit-Wonder

Gute aktive Manager sind jeden Cent wert, aber inzwischen eine echte Rarität. Marlène Hassine Konqui, Head of ETF Research, berichtet von interessanten Einsichten aus ihrer neuesten Research-Studie. 

Wie unsere neueste jährliche Untersuchung der Performance von fast 7.000 aktiv verwalteten Fonds im Vergleich zu ihren Benchmarks zeigt, kann die richtige Kombination aus aktiver und passiver Geldanlage dazu beitragen, bessere Renditen zu generieren. Allerdings ist es in den vergangenen Jahren schwieriger geworden, aktive Fonds ausfindig zu machen, die überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Für ein einzelnes Jahr mag das gerade noch gelingen. Richtig schwierig wird es aber, wenn es darum geht, einen Fonds zu finden, der seine Benchmark immer wieder aufs Neue schlägt.

Mit anderen Worten: Die Bewertung der Performance eines aktiven Managers zu einem bestimmten Zeitpunkt ist nur ein Puzzleteil des Gesamtbilds. Für die vollständige Version müssen Sie abschätzen können, mit welcher Wahrscheinlichkeit der jeweilige Manager Jahr für Jahr Alpha generieren wird.

Wie beständig ist die Outperformance von aktiven Managern?

Was also sagt unsere Analyse? Leider zeigen die Ergebnisse, dass konsistente Outperformance nur sehr selten zu finden ist.

In den zehn Jahren, seit denen wir die Untersuchung vornehmen, haben auf Jahressicht durchschnittlich 33% der aktiven Aktien- und Anleihemanager eine Outperformance erzielt. Bis zum Ende des Folgejahres fällt dieser Wert jedoch um mehr als die Hälfte auf nur noch 15%. Und nach dem dritten Jahr können nur noch 7% dieser Manager eine überdurchschnittliche Performance vorweisen.

Durchschnittlicher Anteil von Fonds mit Outperformance in Jahr 1, 2 und 3

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Wenn man den Betrachtungszeitraum auf drei Jahre erweitert, sind die Ergebnisse kaum erfreulicher: Im Durchschnitt erreichten 30% der aktiven Manager über den 3-Jahres-Zeitraum eine Outperformance, aber nur 17% konnten sie auch in den darauffolgenden drei Jahren verteidigen; nach weiteren drei Jahren waren es nur noch 9%. Unabhängig davon, wie man die Zeiträume einteilt, ist das Problem also klar zu erkennen. 

In welchen Segmenten ist eine überdurchschnittliche Wertentwicklung am wahrscheinlichsten?

Wenn man sich für das Jahrzehnt bis Ende 2018 ansieht, wie häufig die durchschnittliche Performance verschiedener Anlageuniversen besser war als die ihrer Benchmark, fällt auf, dass es manchen Bereichen besser erging als anderen. So fiel die Wertentwicklung von Aktienfonds mit Large Cap-Titeln aus Deutschland, Italien, Spanien, den Schwellenländern und China in sechs der vergangenen zehn Jahre überdurchschnittlich aus, bei Large Cap-Fonds aus der Schweiz oder den USA jedoch nur einmal. Aktiv verwaltete Large-Cap-Fonds für französische Aktien blieben jedes Jahr hinter ihrer Benchmark zurück.

Im Rentensegment entwickelten sich globale Anleihefonds in sechs der vergangenen zehn Jahre überdurchschnittlich. Manager von europäischen Staatsanleihen, US-Unternehmensanleihen und Schwellenländeranleihen dagegen erreichten im selben Zeitraum nur einmal eine Outperformance.

Häufigkeit der Outperformance nach Universum in den letzten zehn Jahren und 2018

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Diese Ergebnisse widersprechen zugleich der These, dass vermeintlich ineffiziente Märkte bessere Quellen für die Alpha-Generierung bieten. So war die Wertentwicklung europäischer Small Cap-Fonds in vier der vergangenen zehn Jahre überdurchschnittlich, die ihrer Large Cap-Pendants aber in fünf der zehn Jahre. Ähnlich schnitten europäische High Yield-Manager in den vergangenen zehn Jahren nur zweimal überdurchschnittlich ab, während dies bei europäischen Unternehmensanleihen im selben Zeitraum viermal gelang.

Die Tücken der Fondsauswahl

Anleger haben bei ihrer Suche nach kontinuierlichem Alpha zwei Möglichkeiten. Sie können entweder nach einem Manager Ausschau halten, dem es Jahr für Jahr gelingt, besser zu sein als der Marktdurchschnitt. Oder sie können sich am richtigen „Markt-Timing“ versuchen und jedes Jahr zwischen unterschiedlichen Fonds mit überdurchschnittlicher Performance wechseln. Leicht machen sie es sich in beiden Fällen nicht.

Gute aktive Manager sollten ohne Frage in jedem Portfolio vertreten sein, aber wie wir gezeigt haben, gibt es in der Branche jede Menge „One-Hit-Wonder“, und eine beständige Alpha-Generierung ist ausgesprochen selten. Unser Rat an die Anleger lautet darum, mehr Zeit für die Bewertung der Merkmale und Ergebnisse der einzelnen Anlageuniversen aufzuwenden, bevor sie die aktive oder die passive Option wählen. Wenn sie sich für erstere entscheiden, besteht der nächste Schritt darin, sich eingehend mit den Fähigkeiten der jeweiligen Manager zu beschäftigen und abzuschätzen, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie in der Lage sein werden, eine kontinuierliche Outperformance abzuliefern.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in unserer jährlichen Research-Studie von Marlène Hassine Konqui, Head of ETF Research, und Jean Baptiste Berthon, Senior Cross Asset Strategist:
 

Analyse zur Wertentwicklung aktiv und passiv verwalteter Fonds

 

Quelle für alle Daten: Morningstar und Bloomberg, Stand: 28.12.2018. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit bietet keine Gewähr für zukünftige Ergebnisse.


Risikohinweise

Als Investor sollten Sie die Risiken berücksichtigen, denen Sie mit einer Anlage in ETFs ausgesetzt sind. Eine Beschreibung dieser Risiken finden Sie hier, im Verkaufsprospekt oder auf www.lyxoretf.de.

Kapitalrisiko: Da ETFs einen Index abbilden, ähnelt auch ihr Risiko einer direkten Anlage im zugrundeliegenden Index. Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Index erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück.

Abbildungs- oder Replikationsrisiko: Es ist möglich, dass ein ETF seine Anlageziele aufgrund unerwarteter Ereignisse an den zugrunde liegenden Märkten nicht erreicht, sofern diese Ereignisse eine Indexberechnung und effiziente Abbildung beeinträchtigen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken: Der einem ETF zugrunde liegende Index kann komplex sein und starken Wertschwankungen aufweisen (Volatilität). Bei einer Anlage in Rohstoffen steht der zugrunde liegende Index möglicherweise in Beziehung zu Rohstoff-Futures-Kontrakten, durch die Anleger einem Liquiditäts- und Kostenrisiko (etwa Lager-, Fracht- und Transportkosten) ausgesetzt sein könnten. ETFs, die ein Engagement in Schwellenländern (Emerging Markets) verkörpern, beinhalten deren vielfältige und typische Risiken, wie etwa politische Risiken, und können daher größere Verlustrisiken aufweisen als Anlagen in Industrieländern (Developed Markets).

Wechselkursrisiko: ETFs unterliegen immer dann einem Wechselkursrisiko, wenn der ETF auf eine andere Währung lautet als die des zugrunde liegenden abgebildeten Index. Die Schwankungen des Wechselkurses der Währungen können die Rendite der Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Liquiditätsrisiko: Die Société Générale und weitere zugelassene Market Maker stellen an den Börsen Geld-Brief-Kurse, um einen liquiden Handel von Lyxor ETFs zu gewährleisten. Die Liquidität eines ETFs kann in Folge einer Marktstörung, die Bestandteile des zugrunde liegenden Index betrifft, beeinträchtigt werden. Ferner können Marktunterbrechungen an den Börsen der ETF-Notierung oder Systemausfälle in den Handelssystemen der Société Générale oder der Market Maker oder andere außergewöhnliche Handelssituationen und -ereignisse die Liquidität einschränken.

DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIESSLICH AN PROFESSIONELLE INVESTOREN

Dieser Artikel ist für die ausschließliche Verwendung durch Anleger bestimmt, die auf eigene Rechnung handeln und gemäß der Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente entweder als „geeignete Gegenparteien“ oder als „professionelle Kunden“ eingestuft sind. Es ist nicht für Privatanleger bestimmt. In der Schweiz ist es ausschließlich für qualifizierte Anleger bestimmt.

Kunden sollten prüfen, ob jegliche in diesem Research-Dokument enthaltene Beratung oder Empfehlung zu ihren persönlichen Umständen passt, und ggf. professionelle Beratung, einschließlich steuerliche Beratung, in Anspruch nehmen. Unsere Verkaufsmitarbeiter, Händler und andere Fachleute geben gegenüber unseren Kunden und eigenen Handelsabteilungen möglicherweise mündliche oder schriftliche Marktkommentare ab, die den Meinungen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen, zuwiderlaufen. Unser Bereich Vermögensverwaltung, die eigenen Handelsabteilungen und investierende Unternehmen treffen möglicherweise Anlageentscheidungen, die im Widerspruch zu den Empfehlungen oder Meinungen stehen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen.Das Material spiegelt die Ansichten und Meinungen der jeweiligen Autoren zum jeweiligen Zeitpunkt wider und stellt in keiner Weise eine offizielle Stellungnahme oder Beratung durch die Autoren bzw. durch Lyxor International Asset Management dar. Daher können Lyxor International Asset Management, seine Führungskräfte oder Angestellten keine Verantwortung übernehmen. Dieses Research-Dokument stellt weder ein Verkaufsangebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots für jegliche Wertpapiere in Rechtsgebieten dar, in denen solche Angebote oder Aufforderungen gegen das Gesetz verstoßen würden. Es stellt keine persönliche Empfehlung dar und berücksichtigt nicht die individuellen Anlageziele, die finanzielle Situation und die Anforderungen einzelner Kunden.

Zulassungen: Lyxor International Asset Management (Lyxor AM) ist eine französische Anlageverwaltungsgesellschaft, die von der Autorité des Marchés Financiers zugelassen ist und den Bestimmungen der EU-Richtlinien für OGAW (2009/65/EG) und AIFM (2011/61/EU) unterliegt.

Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen von Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder ihren Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen ab, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren.​

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