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11 Feb 2019

Der MDAX – jetzt auch mit Tech-Unternehmen

Wenn die deutschen Aktien-Schwergewichte abtauchen, testet der Dax die Tiefen

Ist Größe wirklich das, worauf es ankommt? Galten viele deutsche Schwergewichte lange als führend in Produktion, Technologie und Design, stellt sich heute die Frage, ob sie überwiegend tatsächlich noch am Puls der Zeit sind. Der Blick auf den DAX jedenfalls weist eine beachtliche Schiefe in Richtung Automobilindustrie, ihrer Zulieferer und der Versicherungswirtschaft auf. Mit nur 30 Titeln ist der DAX zudem ein ziemlich konzentriertes Portfolio. Die Top 5-Werte allein weisen einen Anteil von 40 Prozent am Index auf. Kommen einzelne Unternehmen ins Straucheln, kann sich dies schnell auf den gesamten Index auswirken.

Und Probleme gab es zuletzt genug. Denken wir nur an die Deutsche Bank, Siemens, Thyssen Krupp oder die Abgasbetrugsvorwürfe bei Volkswagen. Und die Abhängigkeit von Kohle und Atomkraft belasten E.ON und RWE in ihrem Kampf um Anschluss an die Energietechnologien der Zukunft. Die enorme Marktkapitalisierung dieser Giganten kann sich bei Problemen leicht als Mühlstein erweisen, da sie aufgrund ihrer schieren Größe kaum aus dem DAX fallen dürften, sinken sie einfach ab.

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass Investoren zuletzt wenig Freude am DAX gehabt haben. Das vergangene Jahr beendete der Index mit -18,1 Prozent und damit schlechter als alle vergleichbaren Indizes der anderen Industriestaaten. Gegenwärtig liegt er unter dem Höchststand aus dem Jahr 2015.1)  Könnte der neu zusammengesetzte MDAX hier Abhilfe schaffen?

Die Neuordnung des MDAX

Im September des vergangenen Jahres verkündete der Index-Anbieter STOXX einige wichtige Veränderungen innerhalb seiner Familie von DAX-Indizes. Bemerkenswert vor allem: der Mid-Cap-Index MDAX enthält nun auch Technologiewerte, was ihn tatsächlich zu einem deutlich breiteren Marktindex gemacht hat. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Anzahl der im Index enthaltenen Werte von 50 auf 60 erhöht wurde. Die Tatsache, dass der MDAX nun eine größere Anzahl unterschiedlicher Sektoren berücksichtigt, wirft die Frage auf, ob der neu organisierte Index die deutsche Wirtschaft nicht besser abbildet als der DAX. Hinzu kommt, dass der MDAX gegenüber dem DAX doppelt so viele Werte aufweist, wobei die Top-5 lediglich 25 Prozent des gesamten Index ausmachen.1)

Sektorenaufteilung von MDAX und DAX2)

Chart 1

Entgegen der landläufigen Meinung verlief die Entwicklung des MDAX im Hinblick auf die Volatilität im vergangenen Jahr weniger holprig als die des DAX.1) Viele der im MDAX gelisteten Unternehmen sind zudem Marktführer in ihren Bereichen, so etwa der Kabelhersteller Leoni, das Chemiehandelsunternehmen Brenntag oder der Küchenspezialist Rational. Und last but not least ist der MDAX im Vergleich zum DAX der deutlich dynamischere Index. Schwächelnde Unternehmen werden schneller ausgetauscht. Prosperierende Unternehmen hingegen haben größere Chancen, im Index zu bleiben, und können gegebenenfalls sogar in den DAX aufsteigen.

Und noch etwas gilt es zu bedenken: Die von höheren US-Zöllen ausgehenden Risiken sind im MDAX geringer, da die darin enthaltenen Unternehmen deutlich weniger Geschäft jenseits des Atlantiks machen als das bei den DAX-Unternehmen der Fall ist. Das alles spricht für den MDAX. Sollten Sie zudem an die wirtschaftliche Erholung in Deutschland und der Eurozone glauben, dann könnte der MDAX interessant für Sie sein. Denn zyklische Werte machen hier immerhin über 80 Prozent des Index aus. 

 

1) Quelle: Thomson Reuters Datastream, Lyxor International Asset Management, Stand 31.12.2014. Die Wertentwicklung basiert auf der Gesamtrendite in EUR. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

2) Quelle Grafik: Lyxor International Asset Management. Daten per 31.12.2014. Nur zur Veranschaulichung.

3) Quelle: Lyxor International Asset Management, Bloomberg. Daten per 31.12.2014. Aussagen über die Referenzen von Lyxor vs. Peers beziehen sich nur auf den europäischen OGAW-ETF-Markt. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.

Risikohinweise

Als Investor sollten Sie die Risiken berücksichtigen, denen Sie mit einer Anlage in ETFs ausgesetzt sind. Eine Beschreibung dieser Risiken finden Sie hier, im Verkaufsprospekt oder auf www.lyxoretf.de.

Kapitalrisiko: Da ETFs einen Index abbilden, ähnelt auch ihr Risiko einer direkten Anlage im zugrundeliegenden Index. Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Index erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück.

Abbildungs- oder Replikationsrisiko: Es ist möglich, dass ein ETF seine Anlageziele aufgrund unerwarteter Ereignisse an den zugrunde liegenden Märkten nicht erreicht, sofern diese Ereignisse eine Indexberechnung und effiziente Abbildung beeinträchtigen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken: Der einem ETF zugrunde liegende Index kann komplex sein und starken Wertschwankungen aufweisen (Volatilität). Bei einer Anlage in Rohstoffen steht der zugrunde liegende Index möglicherweise in Beziehung zu Rohstoff-Futures-Kontrakten, durch die Anleger einem Liquiditäts- und Kostenrisiko (etwa Lager-, Fracht- und Transportkosten) ausgesetzt sein könnten. ETFs, die ein Engagement in Schwellenländern (Emerging Markets) verkörpern, beinhalten deren vielfältige und typische Risiken, wie etwa politische Risiken, und können daher größere Verlustrisiken aufweisen als Anlagen in Industrieländern (Developed Markets).

Wechselkursrisiko: ETFs unterliegen immer dann einem Wechselkursrisiko, wenn der ETF auf eine andere Währung lautet als die des zugrunde liegenden abgebildeten Index. Die Schwankungen des Wechselkurses der Währungen können die Rendite der Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Liquiditätsrisiko: Die Société Générale und weitere zugelassene Market Maker stellen an den Börsen Geld-Brief-Kurse, um einen liquiden Handel von Lyxor ETFs zu gewährleisten. Die Liquidität eines ETFs kann in Folge einer Marktstörung, die Bestandteile des zugrunde liegenden Index betrifft, beeinträchtigt werden. Ferner können Marktunterbrechungen an den Börsen der ETF-Notierung oder Systemausfälle in den Handelssystemen der Société Générale oder der Market Maker oder andere außergewöhnliche Handelssituationen und -ereignisse die Liquidität einschränken.

DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIESSLICH AN PROFESSIONELLE INVESTOREN

Dieser Artikel ist für die ausschließliche Verwendung durch Anleger bestimmt, die auf eigene Rechnung handeln und gemäß der Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente entweder als „geeignete Gegenparteien“ oder als „professionelle Kunden“ eingestuft sind. Es ist nicht für Privatanleger bestimmt. In der Schweiz ist es ausschließlich für qualifizierte Anleger bestimmt.

Kunden sollten prüfen, ob jegliche in diesem Research-Dokument enthaltene Beratung oder Empfehlung zu ihren persönlichen Umständen passt, und ggf. professionelle Beratung, einschließlich steuerliche Beratung, in Anspruch nehmen. Unsere Verkaufsmitarbeiter, Händler und andere Fachleute geben gegenüber unseren Kunden und eigenen Handelsabteilungen möglicherweise mündliche oder schriftliche Marktkommentare ab, die den Meinungen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen, zuwiderlaufen. Unser Bereich Vermögensverwaltung, die eigenen Handelsabteilungen und investierende Unternehmen treffen möglicherweise Anlageentscheidungen, die im Widerspruch zu den Empfehlungen oder Meinungen stehen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen.Das Material spiegelt die Ansichten und Meinungen der jeweiligen Autoren zum jeweiligen Zeitpunkt wider und stellt in keiner Weise eine offizielle Stellungnahme oder Beratung durch die Autoren bzw. durch Lyxor International Asset Management dar. Daher können Lyxor International Asset Management, seine Führungskräfte oder Angestellten keine Verantwortung übernehmen. Dieses Research-Dokument stellt weder ein Verkaufsangebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots für jegliche Wertpapiere in Rechtsgebieten dar, in denen solche Angebote oder Aufforderungen gegen das Gesetz verstoßen würden. Es stellt keine persönliche Empfehlung dar und berücksichtigt nicht die individuellen Anlageziele, die finanzielle Situation und die Anforderungen einzelner Kunden.

Zulassungen: Lyxor International Asset Management (Lyxor AM) ist eine französische Anlageverwaltungsgesellschaft, die von der Autorité des Marchés Financiers zugelassen ist und den Bestimmungen der EU-Richtlinien für OGAW (2009/65/EG) und AIFM (2011/61/EU) unterliegt.

Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen von Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder ihren Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen ab, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren.​

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