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5 Empfehlungen für die Aktienstrategie im 4. Quartal


Die Urlaubsbräune verblasst, Erkältungen breiten sich schneller aus als Tweets von Donald Trump und der Blues, der einen nach der Rückkehr ins Büro erfasst hat, tut nicht mehr ganz so weh – Zeit, sich darauf zu konzentrieren, was die nächsten Monate bringen könnten.

Das Wachstum bleibt stabil, aber Herbststürme sind möglich. Handelsspannungen, die „Midterm Elections“ in den USA, EU-Politik und geopolitische Risiken dürften die allgemeine Aufwärts­entwicklung des Aktienmarktes irgendwann begrenzen. Für bestimmte Regionen, insbesondere die USA, sieht die Prognose jedoch nach wie vor recht positiv aus. Anleihenanleger werden die Bedingungen in diesem Herbst möglicherweise nicht so günstig finden; ihnen werden wir uns in der nächsten Woche ausführlich widmen. Zunächst aber fünf Dinge, die Sie bei Ihrer Aktienanlage in Betracht ziehen könnten:


1. Bevorzugen Sie US-Aktien

Es bleibt immer noch Zeit, um die Chancen in den USA zu nutzen. Spätzyklische Investitionen müssen nicht mit Gefahren verbunden sein, vorausgesetzt, Sie investieren selektiv. US-Aktien sollten aufgrund solider Umsatzerlöse, hoher Margen und starker Aktienrückkäufe weiterhin ein starkes Wachstum des Gewinns pro Aktie (EPS) verzeichnen können. Die Margenausweitung könnte zwar angesichts steigender Inputpreise und Löhne schwieriger werden. Dies sollte jedoch durch höhere Investitionen kompensiert werden; sie steigern die Produktivität und helfen den Unternehmen, ihre Preissetzungsmacht zu bewahren. Einige Bereiche scheinen besser dafür gewappnet zu sein als andere.

Wir bevorzugen nach wie vor Growth-Titel gegenüber Value-Aktien, was zu einer Präferenz für Sektoren wie Tech (wo das Gewinnwachstum stark und die Margen deutlich verbessert sind) und Healthcare (angesichts der geringen Verschuldung und des hohen EPS-Wachstums) führt. Auf der Value-Seite sieht die Finanzindustrie angesichts steigender Zinsen, lockererer Regulierung und einer Belebung des Wachstums von Unternehmenskrediten attraktiv aus. Von zinssensitiven Sektoren wie Utilities halten wir uns fern.


2. Richten Sie sich ein auf Unsicherheit in Europa

Europäische Aktien sind in letzter Zeit wieder in den Fokus der Anleger gerückt, wahrscheinlich weil die Bewertungen nicht so anspruchsvoll aussehen wie über dem Teich. Trotzdem ist es schwer, allzu optimistisch zu sein. Denn trotz konjunktureller Expansion, leichter Finanzierung und des schwachen Euros werden schwächerer globaler Handel und globale Produktion das Gewinn­wachs­tum in den kommenden Monaten belasten. Die politische Unsicherheit in Italien wird anhalten und der Brexit weiterhin verwirren. Aus unserer Sicht werden die Aktien der Eurozone weiter hinter den USA zurückbleiben, so dass wir nicht mehr als neutral gewichtet sind.

Es gibt jedoch einige Lichtblicke. Frankreich ist globalen Handelsrisiken weniger ausgesetzt als Deutschland, und die „macronomische“ Reformagenda sollte zu langfristigen Produktivitäts­steigerungen führen. Bei den Sektoren ist es eine ähnliche Geschichte wie in den USA: Wir mögen Tech (trotz überzogener Bewertungen) und Healthcare. Es ist jedoch angesichts des Niedrig­zins­umfelds und der Unsicherheit über die weitere Geldpolitik schwieriger, die Finanzbranche der Region zu mögen. Schließlich vermeiden wir Branchen, in denen sich die Aussichten auf Gewinn­wachstum eingetrübt haben, wie z.B. Communication Services.

In Großbritannien bieten Aktien attraktive Dividendenrenditen und vernünftige Bewertungen, aber wir erwarten keine weitere Sterling-Schwäche oder einen weiteren Anstieg der Ölpreise, die beide den Gewinn pro Aktie erhöhen würden. In Wahrheit liegt immer noch zu viel Unsicherheit in der Luft. 


3. Vermeiden Sie die schwächsten Glieder in den Schwellenländern

–Die Belastungen in der Türkei und die Angst in Argentinien haben zu einer verständlichen Vorsicht in Bezug auf Emerging Markets (EM) geführt – und wachsende Handelssorgen, höhere Ölpreise und US-Zinserhöhungen gehören zu den Zutaten, die in den kommenden Monaten zu noch mehr Volatilität führen dürften. Diese Geschichte hat jedoch zwei Seiten. Die Fundamentaldaten bleiben unter­stützend und das Wachstum der Unternehmensgewinne hat sich verstärkt. Die Bewertungen verbessern sich, wenn auch uneinheitlich in den einzelnen Märkten und Sektoren.  

Auf der Suche nach Chancenkönnten Sie nach Asien blicken, wo die fiskalische Lockerung Chinas dazu beitragen sollte, die Auswirkungen von Spannungen im internationalen Handel zu begrenzen. Asien wird auch davon profitieren, wenn die USA und China einen Teil ihrer Lieferketten in die Region verlagern, um Zölle zu vermeiden. 

China selbst scheint die Wette auf Value zu sein, wobei die Sektoren mit Fokus auf das Inland zunehmend attraktiver werden. Indische Unternehmen haben inzwischen eine lang erwartete Gewinnerholung auf Basis des Konsums genossen, und bessere Erträge könnten den Markt auch bei sinkender Rupie und sich abzeichnenden politischen Herausforderungen weiter stützen. Sorgen über Kreditausfälle im Finanzwesen stellen vorübergehende Risiken nach unten dar. Der ASEAN-Block, der im Portfolio oft als Hedge gegen einige der Auswirkungen eines steigenden Dollars und höherer US-Zinsen eingesetzt wird, hat hingegen spezifische Probleme, die seine Attraktivität beeinträchtigen.

Die Aussichten in Lateinamerika sind weniger positiv, während in der EMEA-Region nur Russland als mögliches Ziel herausragt – trotz der US-Sanktionen.


4. Warten Sie auf Ihre Zeit in Japan

Die Wiederwahl von Premierminister Abe als Chef der LDP im September hat dazu beigetragen, dass sich die Stimmung der Anleger verbessert hat. In den nächsten Monaten werden japanische Aktien von einer Reihe von Faktoren wie niedrigen Zinsen, schwachem Yen und attraktiven Bewertungen unterstützt. Einige Indizes spielen mit diesen Themen besser als andere. Unserer Ansicht nach bleibt der langfristige strategische Punkt für Investitionen in Japan intakt, aber Probleme im globalen Handel könnten kurzfristig einen Gegenwind für diesen zyklischen Markt darstellen.


5. Suchen Sie Unternehmen mit viel Cash in der Bilanz

Unternehmen mit niedrigem Fremdkapitaleinsatz und hohen Cash-Positionen (hauptsächlich im Gesundheitswesen und in der IT-Branche) dürften sich bei weiter steigenden Zinsen besser entwickeln. Sie werden auch über eine größere Preissetzungsmacht verfügen und diese auch ausüben können, was zu einem nachhaltigeren Gewinnwachstum führt.




Quelle: Lyxor Cross Asset Research und Equity Strategy, 4. Oktober 2018. Die Performance der Vergangenheit ist kein Indikator für künftige Ergebnisse.

Risikohinweise

Als Investor sollten Sie die Risiken berücksichtigen, denen Sie mit einer Anlage in ETFs ausgesetzt sind. Eine Beschreibung dieser Risiken finden Sie hier, im Verkaufsprospekt oder auf www.lyxoretf.de.

Kapitalrisiko: Da ETFs einen Index abbilden, ähnelt auch ihr Risiko einer direkten Anlage im zugrundeliegenden Index. Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Index erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück.

Abbildungs- oder Replikationsrisiko: Es ist möglich, dass ein ETF seine Anlageziele aufgrund unerwarteter Ereignisse an den zugrunde liegenden Märkten nicht erreicht, sofern diese Ereignisse eine Indexberechnung und effiziente Abbildung beeinträchtigen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken: Der einem ETF zugrunde liegende Index kann komplex sein und starken Wertschwankungen aufweisen (Volatilität). Bei einer Anlage in Rohstoffen steht der zugrunde liegende Index möglicherweise in Beziehung zu Rohstoff-Futures-Kontrakten, durch die Anleger einem Liquiditäts- und Kostenrisiko (etwa Lager-, Fracht- und Transportkosten) ausgesetzt sein könnten. ETFs, die ein Engagement in Schwellenländern (Emerging Markets) verkörpern, beinhalten deren vielfältige und typische Risiken, wie etwa politische Risiken, und können daher größere Verlustrisiken aufweisen als Anlagen in Industrieländern (Developed Markets).

Wechselkursrisiko: ETFs unterliegen immer dann einem Wechselkursrisiko, wenn der ETF auf eine andere Währung lautet als die des zugrunde liegenden abgebildeten Index. Die Schwankungen des Wechselkurses der Währungen können die Rendite der Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Liquiditätsrisiko: Die Société Générale und weitere zugelassene Market Maker stellen an den Börsen Geld-Brief-Kurse, um einen liquiden Handel von Lyxor ETFs zu gewährleisten. Die Liquidität eines ETFs kann in Folge einer Marktstörung, die Bestandteile des zugrunde liegenden Index betrifft, beeinträchtigt werden. Ferner können Marktunterbrechungen an den Börsen der ETF-Notierung oder Systemausfälle in den Handelssystemen der Société Générale oder der Market Maker oder andere außergewöhnliche Handelssituationen und -ereignisse die Liquidität einschränken.

DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIESSLICH AN PROFESSIONELLE INVESTOREN

Dieser Artikel ist für die ausschließliche Verwendung durch Anleger bestimmt, die auf eigene Rechnung handeln und gemäß der Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente entweder als „geeignete Gegenparteien“ oder als „professionelle Kunden“ eingestuft sind. Es ist nicht für Privatanleger bestimmt. In der Schweiz ist es ausschließlich für qualifizierte Anleger bestimmt.

Kunden sollten prüfen, ob jegliche in diesem Research-Dokument enthaltene Beratung oder Empfehlung zu ihren persönlichen Umständen passt, und ggf. professionelle Beratung, einschließlich steuerliche Beratung, in Anspruch nehmen. Unsere Verkaufsmitarbeiter, Händler und andere Fachleute geben gegenüber unseren Kunden und eigenen Handelsabteilungen möglicherweise mündliche oder schriftliche Marktkommentare ab, die den Meinungen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen, zuwiderlaufen. Unser Bereich Vermögensverwaltung, die eigenen Handelsabteilungen und investierende Unternehmen treffen möglicherweise Anlageentscheidungen, die im Widerspruch zu den Empfehlungen oder Meinungen stehen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen.Das Material spiegelt die Ansichten und Meinungen der jeweiligen Autoren zum jeweiligen Zeitpunkt wider und stellt in keiner Weise eine offizielle Stellungnahme oder Beratung durch die Autoren bzw. durch Lyxor International Asset Management dar. Daher können Lyxor International Asset Management, seine Führungskräfte oder Angestellten keine Verantwortung übernehmen. Dieses Research-Dokument stellt weder ein Verkaufsangebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots für jegliche Wertpapiere in Rechtsgebieten dar, in denen solche Angebote oder Aufforderungen gegen das Gesetz verstoßen würden. Es stellt keine persönliche Empfehlung dar und berücksichtigt nicht die individuellen Anlageziele, die finanzielle Situation und die Anforderungen einzelner Kunden.

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Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen von Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder ihren Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen ab, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren.​

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