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08 Mai 2018

Warum es Zeit sein könnte, sich über Portfolioabsicherung Gedanken zu machen


Neun Jahre war es an den Aktienmärkten ungewöhnlich ruhig. Mit Beginn des Jahres ist die Volatilität nun zurückgekommen. Obwohl der VIX seit Februar wieder gefallen ist, lag das „Angstbarometer“ Ende April noch fast 50 Prozent höher als vor einem Jahr. Hat sich die Lage also grundsätzlich geändert, und wenn ja, was lässt sich tun?


Zurück in die Zukunft

Für 2018 erwarten wir eine höhere Volatilität als in den vergangenen zwei Jahren. Im Grundsatz handelt es sich bei dieser Entwicklung um die längst überfällige Rückkehr zur Normalität, in der die Notenbanken Marktschwankungen nicht künstlich unterdrücken.

Die Normalität der Volatilität

         

What volatility really looks like

In dieser Analyse wird die realisierte EWMA-Volatilität (Exponential Weighted Moving Average) als Proxy für die Volatilitätserwartung genommen. Quelle: Lyxor International Asset Management, Robert Shiller, Thomson Reuters Eikon. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Gegenwärtig befinden wir uns in der Spätphase des Konjunkturzyklus. Dies gilt vor allem für die USA. Dort könnte die Fed die geldpolitischen Zügel schneller anziehen als erwartet. Mit dem Auslaufen der ultralockeren Geldpolitik verändern sich auch die Rahmenbedingungen an den Märkten. Ertragsaussichten und Gewinnspannen werden daher zunehmend kritisch betrachtet und auf mögliche Enttäuschungen hin abgeklopft. Ein Konjunkturrückgang ab Mitte des Jahres oder danach kann nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, wenn sich die Märkte einstweilen schwertun, eine klare Meinung über den weiteren Verlauf zu bilden.

Viel Wind um Nichts – Die Entwicklung der Renditen seit Jahresbeginnchart 2

Quelle: Lyxor International Asset Management, Thomson Reuters Eikon. Daten vom 31.12.2017 bis zum 30.4.2018. Dargestellt in Prozent und Total Return auf Basis von Lokalwährungen. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Die Unentschlossenheit und Vorsicht der Investoren ist verständlich. Dennoch: ungeachtet der Intensität und des Ausmaßes der zwischenzeitlichen Auf-und Abwärtsbewegungen haben die Märkte sich absolut betrachtet nur mäßig bewegt. Viele Bewertungen erscheinen allerdings bereits teuer, vor allem in den USA.


Kurs-Buchwert-Verhältnis im historischen Vergleich (seit 1974)Chart 3

Daten mit Stand vom 30.4.2018. Datenausgangsbasis: 31.12.1974. Quelle: Lyxor International Asset Management, Thomson Reuters Eikon. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.


Insgesamt ist es wichtig, die Entwicklung an den Märkten in einen größeren Zusammenhang einzuordnen. Volatilität bewegt sich in Zyklen. Von daher ist es nicht ungewöhnlich, wenn sie nach einer langen Phase nur moderater Bewegung wieder anzieht. Vor allem jetzt, da die Unsicherheit an den Märkten angesichts unklarer Konjunkturaussichten und geopolitischer Sorgen zunimmt. Vor diesem Hintergrund könnte die Rückkehr der Volatilität als eine gesunde, mittelfristige Neuausrichtung der Erwartungen an den Märkten interpretiert werden. Andererseits könnten die Spitzen im Februar und im März auch als Vorboten einer größeren Krisenanfälligkeit gesehen werden.

Noch ist es zu früh, um sagen zu können, ob die Rückkehr zur Normalität zu einem deutlichen Rückgang der Assetpreise führen wird. Auszuschließen ist das nicht. Zumal angesichts höherer Verschuldung und steigender Anleiherenditen die Schätzungen zum Gewinnwachstum optimistisch erscheinen. Um Klarheit zu bekommen, braucht es aber eindeutige Signale: etwa klare Belege für eine einsetzende Rezession, einen signifikanten Zinsanstieg oder ein starkes Ansteigen der Inflation. Gegenwärtig sind die entsprechenden Hinweise allerdings nicht aussagekräftig genug. Vielmehr bleiben sowohl das Wachstum als auch die Unternehmensgewinne einstweilen solide. Und es erscheint eher unwahrscheinlich, dass die Notenbanken die Erholung abwürgen werden. Aktien haben daher weiterhin gute Chancen, überlegene Renditen zu liefern. Das eigentliche Risiko liegt eher in einem vorschnellen Rückzug in Cash Positionen, oder schlimmer noch, in Anleihen. 




Sichere Häfen gesucht – Was zwischen Ende Januar und Ende April passierte


safe havens

Quelle: Lyxor International Asset Management, Thomson Reuters Eikon. Daten vom 31.1.2018 bis zum 30.4.2018. Dargestellt in Prozent und Total Return auf Basis von Lokalwährungen. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.


Aus dem Auge und (fälschlicherweise) aus dem Sinn

Insgesamt besteht wenig Zweifel daran, dass wir an den Märkten in eine Phase geringerer Renditen und erhöhter Volatilität eintreten. Über Absicherungsmaßnahmen im Portfolio nachzudenken, liegt da auf der Hand. Grundsätzlich kann man sich hier drei Schritte vorstellen: Diversifikation, höhere Flexibilität und die Berücksichtigung alternativer Risikoprämien. All diese Schritte sind mitunter aber nicht ganz billig. 

Investoren, die ihre Portfolios mit ETFs etwas anders aufbauen, können Kosten sparen. Minimum-Varianz-ETFs zu Beispiel sind so konstruiert, dass sie den zuletzt gesehenen, heftigen Kursrückgängen an den Aktienmärkten den Schrecken nehmen können. Im Vergleich zu traditionellen marktkapitalisierten Indizes ist die Volatilität in der Regel um 15 bis 25 Prozent geringer*. Dennoch haben Investoren in diesem Jahr an Minimum-Varianz-Strategien weitgehend und fälschlicherweise kaum Interesse gezeigt. Vor allem, weil sie mit ihnen eine höhere Zinssensivität verbinden. Ein Argument, dem unserer Meinung nach zu viel Bedeutung beigemessen wird.

Ungeliebt und vernachlässigt – Kumulative Mittelzuflüsse in Minimum-Volatilitäts-ETFs seit 2015

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Quelle: Lyxor International Asset Management.  Daten mit Stand vom 30.4.2018. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Auf Vielfalt setzen

Der Lyxor FTSE USA Minimum Variance UCITS ETF weist eine TER von nur 0,20 Prozent auf. Damit ist er der preiswerteste ETF seiner Art. Wirklich besonders ist allerdings, was der Anleger dafür bekommt. Die meisten der vergleichbaren Fonds konzentrieren sich auf eine relativ kleine Anzahl vornehmlich hochkapitalisierter Aktienwerte. Mit dieser Ausrichtung ersetzen sie das Volatilitätsrisiko durch das der Konzentration. Und dies vor dem Hintergrund, dass gerade Mid-Caps und breit aufgestellte Indizes in den vergangenen Jahren häufig weniger Volatilität aufwiesen. Die FTSE-Strategie verfolgt hingegen einen der breitesten Diversifikationsansätze in der Branche. Der entsprechende Lyxor ETF deckt mindestens doppelt so viele  Aktienwerte ab wie jede andere vergleichbare Strategie. Er ebnet somit den Weg für weniger spezifische Risiken im Portfolio und zu einer gleichmäßigeren Performance.

Apropos Risiko. Da die Strategie Volatilität, Korrelationen und eine breite Diversifikation (der ETF hält 55 bis 70 Prozent des ursprünglichen Anlageuniversums) gleichermaßen berücksichtigt, wird Risikosteuerung in einer Weise betrieben, wie dies nur wenigen anderen Produkten gelingt. Die Folge: In den vergangenen zehn Jahren konnte der US-Index das Risiko um rund 21 Prozent verringern. Und in Zeiten, wie zu Beginn des Jahres, in denen es an den Märkten besonders turbulent zugeht, waren die Ergebnisse sogar noch besser. Hinzukommt, dass die Strategie in ihrer Vergleichsgruppe und gegenüber dem S&P 500 mit den geringsten Kosten verbunden ist. Für Anleger, die sich auf eine Phase der Unsicherheit an den Märkten vorbereiten möchten, könnte der Lyxor FTSE USA Minimum Variance UCITS ETF also eine gute Option sein.**


Case Study – Ergebnisse unserer Minimum-Varianz-ETFs zu Beginn des Jahres

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Quelle:  Lyxor/Bloomberg. Daten vom 31.1.2018 bis zum 10.04.2018. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.


Warum Lyxor, wenn es um Portfolioabsicherung geht?

Das aktuelle Investmentumfeld duldet keine Nachlässigkeiten. Gleich welches Ziel Sie als Investor verfolgen, gilt es, auf die Herausforderungen vorbereitet zu sein. Lyxor bietet Ihnen dazu mehr als 50 einfache und kosteneffiziente Möglichkeiten. Ob Sie sich auf steigende Zinsen oder Inflation vorbereiten, oder sich gegenüber Währungsbewegungen absichern möchten, bei Lyxor finden Sie eine breite Palette einzigartiger und wegweisender Lösungen.

Sind zunehmende Volatilitätsrisiken Ihr Thema, können Sie sich auf unsere Minimum-Varianz-ETFs verlassen. Da diese im Vergleich mit den Wettbewerben stärker diversifiziert sind, neigen sie überdies dazu, weniger sensibel auf Zinsänderungen zu reagieren. Mit ihrem bewährten Track Record und einer TER von nur 0,20 Prozent sind sie einen Blick wert***.

*Quelle: Lyxor International Asset Management , Bloomberg. Daten vom 30.12.2006 bis zum 29.3.2018. Die Daten beziehen sich auf die Lyxor FTSE Minimum-Varianz-ETF-Palette. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

**Quelle: Lyxor International Asset Management & Bloomberg, Stand. 29. März 2018

*** Quelle: Lyxor International Asset Management & Bloomberg. Daten vom 30.12.2006 bis zum 29.3.2018. Die Daten beziehen sich auf die Lyxor FTSE Minimum-Varianz-ETF-Palette. Die Performance der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse.

Alle Ansichten und Meinungen: Lyxor & SG Cross Asset & ETF Research Teams mit Stand vom 3. Mai, soweit nicht anders angegeben.

Risikohinweise

Als Investor sollten Sie die Risiken berücksichtigen, denen Sie mit einer Anlage in ETFs ausgesetzt sind. Eine Beschreibung dieser Risiken finden Sie hier, im Verkaufsprospekt oder auf www.lyxoretf.de.

Kapitalrisiko: Da ETFs einen Index abbilden, ähnelt auch ihr Risiko einer direkten Anlage im zugrundeliegenden Index. Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Index erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück.

Abbildungs- oder Replikationsrisiko: Es ist möglich, dass ein ETF seine Anlageziele aufgrund unerwarteter Ereignisse an den zugrunde liegenden Märkten nicht erreicht, sofern diese Ereignisse eine Indexberechnung und effiziente Abbildung beeinträchtigen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken: Der einem ETF zugrunde liegende Index kann komplex sein und starken Wertschwankungen aufweisen (Volatilität). Bei einer Anlage in Rohstoffen steht der zugrunde liegende Index möglicherweise in Beziehung zu Rohstoff-Futures-Kontrakten, durch die Anleger einem Liquiditäts- und Kostenrisiko (etwa Lager-, Fracht- und Transportkosten) ausgesetzt sein könnten. ETFs, die ein Engagement in Schwellenländern (Emerging Markets) verkörpern, beinhalten deren vielfältige und typische Risiken, wie etwa politische Risiken, und können daher größere Verlustrisiken aufweisen als Anlagen in Industrieländern (Developed Markets).

Wechselkursrisiko: ETFs unterliegen immer dann einem Wechselkursrisiko, wenn der ETF auf eine andere Währung lautet als die des zugrunde liegenden abgebildeten Index. Die Schwankungen des Wechselkurses der Währungen können die Rendite der Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Liquiditätsrisiko: Die Société Générale und weitere zugelassene Market Maker stellen an den Börsen Geld-Brief-Kurse, um einen liquiden Handel von Lyxor ETFs zu gewährleisten. Die Liquidität eines ETFs kann in Folge einer Marktstörung, die Bestandteile des zugrunde liegenden Index betrifft, beeinträchtigt werden. Ferner können Marktunterbrechungen an den Börsen der ETF-Notierung oder Systemausfälle in den Handelssystemen der Société Générale oder der Market Maker oder andere außergewöhnliche Handelssituationen und -ereignisse die Liquidität einschränken.

DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIESSLICH AN PROFESSIONELLE INVESTOREN

Dieser Artikel ist für die ausschließliche Verwendung durch Anleger bestimmt, die auf eigene Rechnung handeln und gemäß der Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente entweder als „geeignete Gegenparteien“ oder als „professionelle Kunden“ eingestuft sind. Es ist nicht für Privatanleger bestimmt. In der Schweiz ist es ausschließlich für qualifizierte Anleger bestimmt.

Kunden sollten prüfen, ob jegliche in diesem Research-Dokument enthaltene Beratung oder Empfehlung zu ihren persönlichen Umständen passt, und ggf. professionelle Beratung, einschließlich steuerliche Beratung, in Anspruch nehmen. Unsere Verkaufsmitarbeiter, Händler und andere Fachleute geben gegenüber unseren Kunden und eigenen Handelsabteilungen möglicherweise mündliche oder schriftliche Marktkommentare ab, die den Meinungen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen, zuwiderlaufen. Unser Bereich Vermögensverwaltung, die eigenen Handelsabteilungen und investierende Unternehmen treffen möglicherweise Anlageentscheidungen, die im Widerspruch zu den Empfehlungen oder Meinungen stehen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen.Das Material spiegelt die Ansichten und Meinungen der jeweiligen Autoren zum jeweiligen Zeitpunkt wider und stellt in keiner Weise eine offizielle Stellungnahme oder Beratung durch die Autoren bzw. durch Lyxor International Asset Management dar. Daher können Lyxor International Asset Management, seine Führungskräfte oder Angestellten keine Verantwortung übernehmen. Dieses Research-Dokument stellt weder ein Verkaufsangebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots für jegliche Wertpapiere in Rechtsgebieten dar, in denen solche Angebote oder Aufforderungen gegen das Gesetz verstoßen würden. Es stellt keine persönliche Empfehlung dar und berücksichtigt nicht die individuellen Anlageziele, die finanzielle Situation und die Anforderungen einzelner Kunden.

Zulassungen: Lyxor International Asset Management (Lyxor AM) ist eine französische Anlageverwaltungsgesellschaft, die von der Autorité des Marchés Financiers zugelassen ist und den Bestimmungen der EU-Richtlinien für OGAW (2009/65/EG) und AIFM (2011/61/EU) unterliegt.

Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen von Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder ihren Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen ab, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren.​

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