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16 Jul 2018

Wie geht es weiter mit den Aktien der Schwellenländer?


Handelsstreit, Zinserhöhungen und Dollaraufwertung: das Umfeld für Aktien der Schwellenländer ist derzeit getrübt. Nach einer langen Phase der Aufwärtsentwicklung scheint sich das Blatt inzwischen gewendet zu haben – zumindest was die Mittelbewegungen angeht. Hatten die Aktienmärkte der Schwellenländer in den vergangenen zwei Jahren noch Neugelder in Höhe von 16 Mrd. Euro angezogen, so begann im Mai die inzwischen beschleunigte Rückwärtsbewegung. 


Angesichts steigender Renditen bei relativ sicheren Papieren wie US-Staatsanleihen scheint das Risiko von Schwellenländer-Aktien weniger attraktiv. Tatsächlich entwickeln sich die Zu- und Nettomittelrückflüsse von EM-Aktien-ETFs offenbar in umgekehrter Korrelation zur Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen; wenn auch nicht perfekt. Das letzte Mal, als die Zinsen während des „Taper Tantrums“ bei drei Prozent lagen, verzeichneten die Aktienmärkte der Schwellenländer von Februar 2013 bis Februar 2014 Mittelrückflüsse um die 6 Mrd. Euro. Ähnliches lässt sich jetzt, da die Renditen die 3-Prozentmarke überschritten haben, wieder beobachten. Allein im Mai zogen die Anleger 500 Mio. Euro aus Aktien der Schwellenländer ab. Im Juni waren es sogar 1,6 Mrd. Euro. Sollten die Renditen weiter steigen, ist mit einem Fortgang dieser Entwicklung zu rechnen.


Mittelbewegungen von Schwellenländer-Aktien ETFs in Mio.  € vs.
Rendite der der 10-jährigen US-Treasuries in Prozent

Chart 1

Quelle: Lyxor ETF, Bloomberg. Monatsdaten vom 1.1.2011 bis zum 29.6.2018. Graphik dient ausschließlich der Veranschaulichung.



Asien bietet weiterhin Chancen

In Zeiten steigender US-Zinsen neigen Investoren dazu, ihre Portfolios umzuschichten: weg von Aktien der Schwellenländer, hin zu US-Aktien. So standen den Mittelrückflüssen während des „Taper Tantrums“ Mittelzuflüsse bei US-Aktien nahezu in gleicher Höhe gegenüber. Dieser Trend könnte sich auch aktuell fortsetzen. Wer nicht der Herde folgen möchte, dem eröffnen sich dennoch einige Optionen. So etwa an den asiatischen Märkten.


Mittelbewegungen von Aktien der Schwellenländer und aus den USA angesichts
von Zinserhöhungen in Mio. €


Chart 2

Quelle: Lyxor ETF, Bloomberg. Monatsdaten vom 31.1.2012 bis zum 29.6.2018. Graphik dient ausschließlich der Veranschaulichung.


Natürlich können sich diese dem Gesamtumfeld nicht vollständig entziehen. In der Tat mussten auch die asiatischen Aktienmärkte Mittelrückflüsse hinnehmen. Ihre Kursstände liegen gegenwärtig ein gutes Stück unter den Höchstmarken vom Januar. Die gute Nachricht aber: manche asiatische Märkte erscheinen gegenwärtig unterbewertet. Das Gewinnwachstum ist robust und die Profitabilität vieler Unternehmen verbessert sich. Und: während exportorientierte Volkswirtschaften von eine Verlangsamung der globalen Konjunktur stärker betroffen sind, ist diese Gefahr bei eher binnenwirtschaftlich ausgerichteten Ökonomien deutlich geringer. Im Ergebnis führt dies dazu, dass wir Länder wie etwa Indien gegenüber Volkswirtschaften wie Taiwan oder Korea vorziehen. Hier unsere Einschätzung in Kürze:


            Views on Asia

Indien: Hier ist die Binnennachfrage der wichtigste Treiber für den Aktienmarkt. Steigende Ölpreise haben demgegenüber eine geringere Bedeutung. Hierdurch unterscheiden sich indische Aktien stark von der Entwicklung anderer großer Schwellenländer. Die Gewinnaussichten verbessern sich und mit Blick auf notleidende Kredite liegt das Schlimmste hinter uns. Die Folgen globaler Liquiditätsrisiken wie auch der Ausgang für April/Mai geplanten Wahlen lassen sich gegenwärtig nicht genau abschätzen. Beide Faktoren dürften jedoch kein allzu großes Störpotential entfalten.

China: Onshore-Aktien werden von uns positiv gesehen, da sie weniger mit der Entwicklung der übrigen asiatischen Märkte korrelieren. Sie sind vernünftig bewertet und bieten die Möglichkeit, vom binnenwirtschaftlichen Konsum zu profitieren. Die Gewinnerwartungen sind zuletzt angehoben worden. Was den Handelskrieg mit den USA angeht, gehen wir davon aus, dass dieser am Ende weniger Schaden anrichten wird, als befürchtet.

ASEAN: Einige Staaten des Freihandelsblocks, insbesondere Indonesien und Thailand, bieten ebenfalls einen gewissen Schutz vor externen Risiken. Auch hier erscheinen die Bewertungen vertretbar. Die zunehmende Investitionstätigkeit der Unternehmen sowie die Verbesserung der Bankbilanzen sind ebenfalls Pluspunkte.

Nord Asien: Was die Entwicklung von exportorientierten Ländern wie Korea und Taiwan betrifft, sind wir vorsichtig. Sie bleiben anfällig für Risiken, die von einem eskalierenden Handelskrieg und von einer durch Italien befeuerten Eurokrise ausgehen.

Japan: Vor dem Hintergrund der Risiken eines steigenden Yen und der Verwicklung des Kabinetts in politische Skandale sind unsere kurzfristigen Erwartungen eher gedämpft. Allerdings scheint die für eine langfristige Aufwärtsbewegung so wichtige Beschleunigung des Lohnwachstums nun langsam in Gang zu kommen. 

​Sektoren:
In vielen asiatischen Staaten ist der binnenwirtschaftliche Gewinnzyklus weiterhin intakt. Die Finanzwirtschaft und der Konsumsektor sollten davon profitieren. 

Warum Lyxor, wenn es um Asien geht*

  • 12 ETFs ebnen den Weg nach Asien
  • AuM: 3,2 Mrd. Euro
  • Die billigsten ETFs am Markt: EM Asien und der physisch replizierende China A-Aktien-ETF
  • Lyxor verfügt über den ältesten und größten Indien-ETF
  • Mehr als 12 Jahre Erfahrung mit asiatischen Einzelländer-ETFs und regionalen Schwellenländer Aktien-ETFs 

*Quelle: Lyxor International Asset Management. Daten mit Stand vom 5.7.2018. Der Lyxor Fortune SG MSCI China A hat die niedrigste TER auf dem Markt, gemeinsam mit drei anderen konkurrierenden physischen A-Aktien-ETFs. Diese Angabe bezieht sich auf den europäischen ETF-Markt.

Risikohinweise

Als Investor sollten Sie die Risiken berücksichtigen, denen Sie mit einer Anlage in ETFs ausgesetzt sind. Eine Beschreibung dieser Risiken finden Sie hier, im Verkaufsprospekt oder auf www.lyxoretf.de.

Kapitalrisiko: Da ETFs einen Index abbilden, ähnelt auch ihr Risiko einer direkten Anlage im zugrundeliegenden Index. Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Index erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück.

Abbildungs- oder Replikationsrisiko: Es ist möglich, dass ein ETF seine Anlageziele aufgrund unerwarteter Ereignisse an den zugrunde liegenden Märkten nicht erreicht, sofern diese Ereignisse eine Indexberechnung und effiziente Abbildung beeinträchtigen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken: Der einem ETF zugrunde liegende Index kann komplex sein und starken Wertschwankungen aufweisen (Volatilität). Bei einer Anlage in Rohstoffen steht der zugrunde liegende Index möglicherweise in Beziehung zu Rohstoff-Futures-Kontrakten, durch die Anleger einem Liquiditäts- und Kostenrisiko (etwa Lager-, Fracht- und Transportkosten) ausgesetzt sein könnten. ETFs, die ein Engagement in Schwellenländern (Emerging Markets) verkörpern, beinhalten deren vielfältige und typische Risiken, wie etwa politische Risiken, und können daher größere Verlustrisiken aufweisen als Anlagen in Industrieländern (Developed Markets).

Wechselkursrisiko: ETFs unterliegen immer dann einem Wechselkursrisiko, wenn der ETF auf eine andere Währung lautet als die des zugrunde liegenden abgebildeten Index. Die Schwankungen des Wechselkurses der Währungen können die Rendite der Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Liquiditätsrisiko: Die Société Générale und weitere zugelassene Market Maker stellen an den Börsen Geld-Brief-Kurse, um einen liquiden Handel von Lyxor ETFs zu gewährleisten. Die Liquidität eines ETFs kann in Folge einer Marktstörung, die Bestandteile des zugrunde liegenden Index betrifft, beeinträchtigt werden. Ferner können Marktunterbrechungen an den Börsen der ETF-Notierung oder Systemausfälle in den Handelssystemen der Société Générale oder der Market Maker oder andere außergewöhnliche Handelssituationen und -ereignisse die Liquidität einschränken.

DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIESSLICH AN PROFESSIONELLE INVESTOREN

Dieser Artikel ist für die ausschließliche Verwendung durch Anleger bestimmt, die auf eigene Rechnung handeln und gemäß der Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente entweder als „geeignete Gegenparteien“ oder als „professionelle Kunden“ eingestuft sind. Es ist nicht für Privatanleger bestimmt. In der Schweiz ist es ausschließlich für qualifizierte Anleger bestimmt.

Kunden sollten prüfen, ob jegliche in diesem Research-Dokument enthaltene Beratung oder Empfehlung zu ihren persönlichen Umständen passt, und ggf. professionelle Beratung, einschließlich steuerliche Beratung, in Anspruch nehmen. Unsere Verkaufsmitarbeiter, Händler und andere Fachleute geben gegenüber unseren Kunden und eigenen Handelsabteilungen möglicherweise mündliche oder schriftliche Marktkommentare ab, die den Meinungen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen, zuwiderlaufen. Unser Bereich Vermögensverwaltung, die eigenen Handelsabteilungen und investierende Unternehmen treffen möglicherweise Anlageentscheidungen, die im Widerspruch zu den Empfehlungen oder Meinungen stehen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen.Das Material spiegelt die Ansichten und Meinungen der jeweiligen Autoren zum jeweiligen Zeitpunkt wider und stellt in keiner Weise eine offizielle Stellungnahme oder Beratung durch die Autoren bzw. durch Lyxor International Asset Management dar. Daher können Lyxor International Asset Management, seine Führungskräfte oder Angestellten keine Verantwortung übernehmen. Dieses Research-Dokument stellt weder ein Verkaufsangebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots für jegliche Wertpapiere in Rechtsgebieten dar, in denen solche Angebote oder Aufforderungen gegen das Gesetz verstoßen würden. Es stellt keine persönliche Empfehlung dar und berücksichtigt nicht die individuellen Anlageziele, die finanzielle Situation und die Anforderungen einzelner Kunden.

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Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen von Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder ihren Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen ab, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren.​

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